THE STYRENES
In C
(Terry Riley)ENJA - NOVA
ENJ-9435 21. In C (10 index points have been set for convenience)
total time: 53'22
Paul Marotta: guitar, keyboards
UK Rattay: guitar
Al Margolis: bass
Mike Hoffman: drums
John Morton; guitar
Tim Moes: guitar
Jimmy Lonesome: vibraphoneProduced by Paul Marotta
Recorded on September 21, 2000 at Unique Studios, NYC
Engineered by George Evangeliou
Mixed & mastered by Walter Quintus at CMP Studio, Zerkall, Germany in October 2001Der kalifornische Komponist Terry Riley verhalf der Minimal Music 1964 mit
seinem revolutionären Klassiker "In C" zum Durchbruch. Dieses epochale Werk
lieferte ein neues Konzept musikalischer Formgebung, das auf sich
überlappenden Wiederholungs-Mustern beruht. Sein Einfluss änderte die
Entwicklung der Musik des 20. Jahrhunderts, prägte Werke prominenter
Komponisten wie Steve Reich, Philip Glass oder John Adams, aber auch die
Musik von Rockbands wie The Who, Soft Machine, Tangerine Dream, Curved Air
und anderen. Rileys hypnotische, vielschichtige, polymetrische, reich
orchestrierte, östlich angehauchte Improvisa-tionen und Kompositionen
bereiteten auch der späteren New-Age-Bewegung die Bühne.Wie so viele Musiker, die in den 60er-Jahren erwachsen wurden, empfand Paul
Marotta Terry Rileys "In C" als ein Offenbarungs-Erlebnis. In Marottas
Worten: "Seit dem ersten Mal, als ich es hörte, stellte ich mir 'In C' von
einer Rockband gespielt vor. Nur kannte ich keine Band, die dafür die
richtige Haltung mitgebracht hätte. Fast alle ausgedehnten
Rock-Instrumentalstücke fielen damals in ein paar wenige, sehr beschränkte
Kategorien. Aber Rock'n'Roll ist nicht einfach eine Musik, die durch
bestimmte Akkordfolgen, Rhythmen oder Gitarrenfiguren definiert ist. Mit
seinen tanzenden Rhythmen und seiner aufmüpfigen Einfachheit ist 'In C'
geradezu die Verkörperung der Rock'n'Roll-Ästhetik."Als Paul Marotta die Styrenes 1975 in Cleveland gründete, war sein Ziel,
die Energie und Erregung der harten, elektrisch verstärkten Rockmusik mit
der musikalischen Raffinesse eines Kammer- oder Jazz-Ensembles zu
verbinden. Die Platten der Styrenes präsentieren eine einzigartige Mischung
aus Punk und Prog-Rock, Beatnik-Wortspielen und diversen jazzigen und
klassischen Instrumentierungen. Nachdem Marotta seine Mitspieler überzeugt
hatte, dass es kein Sakrileg sei, Rileys Klassiker zu spielen, machten die
Styrenes sich schließlich über das Stück her und sich zu Eigen. Für die
Aufnahme stand ihnen eine nahezu unbegrenzte Zahl an Digitalspuren zur
Verfügung, so dass sich die Styrenes in eine virtuelle 20-Mann-Rockband
verwandelten. Schon heute ist klar: Die Begegnung dieser Kultband mit
Rileys Kultstück brachte einen Klassiker hervor. So hat man Rileys
legendäre Komposition noch nie gehört aber wahrscheinlich schon immer
hören wollen.