ULRIKE HAAGE & CHRISTIAN MEYER

HaageMeyer stills cover web

Album: Stills
Label: blue pearls music
Vertrieb: Indigo
VÖ: 31. August 2018

... wenn da, wo eben noch Nichts war, plötzlich Klang wird, gibt es kein Wort, das diesen Übergang von Nichts zu Etwas beschreiben könnte. Kein Zustand ist unveränderlich. Ulrike Haage und Christian Meyer gelingt es auf ihrer CD »stills«, die Messbarkeit der Zeit zu überwinden und dem Augenblick Flügel zu verleihen, auf dass er sich ausdehne. 

»Musical composition does not consist merely of writing down notes. Composing is not only making sound. It is philosophy, silence, speed, rhythm, everything« Arne Nordheim

Haage und Meyer komponieren Musik, die leise und kaum wahrnehmbar beginnt, sich behutsam aufbaut und dann Innen- und Außenräume füllt. Klangliche Stillleben, die unmerklich in Bewegung geraten. Im Herzschlag ihrer Stücke entstehen Momente von umwerfender und seltener Schönheit.

Dabei folgen Ulrike Haage und Christian Meyer einem radikalen Ansatz: Sehr genau, fast unerbittlich widmen sie sich der Transparenz des Klanges. Das Unhörbare hörbar machen – beiden Musikern scheint dies auf »stills« fast ohne jede Anstrengungzu gelingen. Sanftmütig ist das im Ton und bedacht im Tempo.

Die verschränkten Metamorphosen der Pianistin Ulrike Haage und des elektronischen Klangerfinders Christian Meyer sind aufs Äußerste reduziert. Nur was wesentlich ist, wird gespielt. Von persönlichen Erfahrungen, Betrachtungen und Beobachtungen ausgehend, kommen die beiden bei einer Art Urstruktur des Hörbaren an. Sie versetzen das Periodensystem der akustischen Elemente in Schwingung. Doch es ist nicht das viel zitierte Spiel mit der Stille, das hier zum Tragen kommt. Haage und Meyer spielen mit dem ausgefüllten Nichts, einem physisch spürbaren Unausgesprochenen, in dem keine Aussage per se mit Bedeutung behaftet ist, sondern in welchem sich jeder Sinn erst noch manifestieren muss. Die Kategorien »Viel« und »Wenig« heben sich auf, denn der einzige Maßstab dafür ist in diesem Kontext das überaus fragile Gewebe der gemeinsamen Kompositionen.

»Ich bin ein großer Freund von Transparenz«, verrät Ulrike Haage, »denn Transparenz heißt den Zuhörer willkommen. Jeder kann sich mit seiner eigenen Gedankenwelt in die Musik einklinken und Assoziationen entfalten, die nichts mit unseren Beweggründen zu tun haben. Man muss sein Ohr spitzen. Das ist für mich ein ganz wesentlicher Aspekt des Hörens. Wie bei Tieren, die ihre Ohren aufrichten und dann merken, da ist etwas. Stille tritt erst ein, wenn die Musik verklungen ist.«

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