DAVID LIEBMAN

Liebman cover web

Album: Fire
Label: Jazzline
Vertrieb: GoodToGo
VÖ: 20. April 2018
 

Es ist eine absolute ALL – STAR Besetzung: Der Ausnahme - Saxofonist Dave Liebman zusammen mit dem Schlagzeuger Jack DeJohnette, dem Bassisten Dave Holland und dem Pianisten Kenny Werner. Alle vier beteiligten Musiker waren maßgeblich an der Entwicklung des modernen Jazz in den 70er, 80er Jahre und bis in die heutigen Tage hinein beteiligt. Nun haben sich die vier Freunde wieder zu einer Aufnahmesession in den Avatar Studios in New York zusammen gefunden. Herausgekommen ist ein einzigartiges Album voller Spielfreude,  Innovation und Kraft. Ein spätes Meisterwerk!

Die Elemente: Feuer

Die vier Elemente in der Natur (Luft, Feuer, Wasser, Erde) sind das ultimative Beispiel für jene Dualität, die man sowohl in der Natur als auch beim Menschen beobachten kann. Egal, ob wir es nun Ying/Yang, Tag/Nacht (oder jedes andere gegensätzliche Paar) nennen, das zugrundeliegende Prinzip bleibt dasselbe. Oder, um es mit den Worten von Yoda, dem Weisen aus Star Wars, auszudrücken: "Es gibt immer zwei!!"

Extreme Ausprägungen dieser Dualität können im Fall des Elements Luft beispielsweise Tornados, Hurrikans oder ein Zyklon darstellen; für das Element Wasser kann man an Überschwemmungen und Blizzards denken; beim Element Erde sind es Erdbeben und beim Feuer Flächenbrände. Ebenso haben die Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde auch entgegengesetzte – lebensstiftende und lebenserhaltende Eigenschaften … alle Geschenke, die die Natur dem Menschen macht.

Konzeptionell spielt die Musik auf einen Aspekt der Dualität des Elements Feuer an. Funken stehen am Beginn des Prozesses, daraus entwickeln sich Flammen, die sich schließlich in ein Inferno verwandeln ... am Ende bleibt nur Asche als Beleg für die zerstörerische Kraft des Feuers zurück; aber es herrscht die Erkenntnis vor, dass Feuer gleichzeitig auch Wärme, Licht und neue Nährstoffe bedeutet.

Die Rhythmusgruppe

Dave Holland und Jack DeJohnette kenne ich seit den späten 1960er Jahren. Dave habe ich 1967 in London während meines einige Monate dauernden Europaaufenthalts kennengelernt. Jack habe ich wohl auch in diesen Jahren bei einer Jam-Session in New York zum ersten Mal getroffen. Mein erstes Album als Bandleader ("First Visit") wurde in Japan aufgenommen, während ich mit Miles Davis getourt bin, und die beiden mit Stan Getz und meinem langjährigen Partner, dem Pianisten Richie Beirach, unterwegs waren. (Es gab da 1988 auch noch das "Trio + 1", für das Dave, Jack und meine Frau Caris Visetin als Oboistin Aufnahmen gemacht haben.) Als Dave schließlich 1968 nach New York kam und Teil von Miles Davis Gruppe wurde, mietete er sich im zweiten Stock desselben Hauses ein, in dem ich schon lange wohnte. Irgendwann zog dann Chick Corea noch im ersten Stock ein … 138 W. 19th Street. Natürlich wurden Jack und Dave später als eine der klassischen Bass/Schlagzeug-Formationen der Jazzgeschichte gefeiert, aber auch für sich genommen ist jeder der beiden einer der besten Musiker ihres jeweiligen Instruments. Vor allem Jack ist eine richtige Naturgewalt.

Neben dem programmatischen Aspekt dieser Aufnahme, wie schon weiter oben beschrieben, hatte ich auch die Idee, das Gefühl jener Musik, die wir damals in den Loft-Tagen dieser frühen Phase gemacht haben, wieder aufleben zu lassen - mit einer großen Portion Free Jazz, inspiriert durch Coltranes bahnbrechenden Aufnahme "Ascension." Es gab viele Sessions mit Trompetern, die gemeinsam ein "Solo" spielten (Mike und Randy Brecker, Terumasa Hino, Bob Berg, Steve Grossman, etc.) und sich dabei den freien Geist der späten 60er Jahre, sowohl in der Musik als auch im realen Leben, zu eigen machten. Zur selben Zeit wurde die von Miles angeführte "Fusion"-Bewegung modern, zusammen mit dem Rock/Trompeten Band-Phänomen … 10 Wheel Drive (der Gruppe, in der ich spielte), Chicago, Blood, Sweat and Tears etc. Diese zeitgenössischen Strömungen entstanden parallel zur Pflege der Jazztradition, von der wir noch viel mitbekamen, da einige der ursprünglichen Meister noch sehr aktiv waren und regelmäßig auf der Bühne standen. Was für eine aufregende Zeit!!

Natürlich haben wir uns in den darauffolgenden Jahrzehnten alle noch weiterentwickelt, vor allem was das Spielen von "Free Jazz" angeht … der Kunst weniger zu spielen, sanfter zu spielen, vor allem auch Gefühle auszudrücken … oder um es zusammenzufassen: künstlerische Reife auf höchstem Niveau zu entwickeln. Es war für diese Aufnahme ein Glück, dass sich Kenny Werner zu Jack und Dave gesellte, denn er passt einfach perfekt in die offene und lockere Atmosphäre, die immer mein Ziel war. Mit diesen großen Künstlern gemeinsam Musik zu machen und sich mit ihnen zu unterhalten war wahrlich ein Privileg und eine besondere Ehre für mich.

Dave Liebman

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